Easy Ri.de Motorrad-Reiseberichte



Easy Ri.de Motorrad-Reiseberichte
Link: EasyRi.de

Reisen wird oftmals mit Freiheit und Abenteuer verbunden. Gleiches gilt für das Motorradfahren. Was passiert wohl, wenn man beides verbindet? Ob das Gefühl von Freiheit und Abenteuer extrem verstärkt wird, kann uns Carola von EasyRi.de erzählen. Bei Wind und Wetter reist die Weltenbummlerin auf ihrem Motorrad durch die verschiedensten Regionen der Welt. Wie es dazu kam und was sie unterwegs alles gesehen und erlebt hat, beantwortet sie hier in einem Kurzinterview sowie auf ihrer eigenen Website.


6 Fragen an Carola von www.EasyRi.de:

Warum hat Dich das Reisefieber gepackt bzw. gab es ein Schlüsselerlebnis dazu?
Eigentlich diente das Motorrad nur, um bis zur nächsten Eisdiele zu kommen....
1999 wollte ich dann eine gute Freundin treffen und wir haben uns für das Motorradreisetreffen von Bernd Tesch in Belgien verabredet. Durch viele nette Leute mit fantastischen Reisegeschichten und Diavorträge, die unglaublich interessant waren, kam mir dann die Idee selbst auf Reisen zu gehen! Vier Wochen später hat mich meine erste Motorradreise dann durch Frankreich bis ins Baskenland geführt und seitdem bin ich vom Reisefieber gepackt.

Wann und wohin führte Dich Deine erste grosse Reise?
Nach meiner ersten Reise durch Frankreich und Spanien fasste ich den Plan auf grosse Reise zu gehen. Eineinhalb Jahre später war es dann endlich soweit. Mein Motorrad ging per Schiff nach Namibia, ich selbst per Flieger nach Südafrika. Nachdem ich 4 Wochen per Rucksack nach Namibia getrampt bin, ging es mit Motorrad weiter. Namibia, Südafrika, Swaziland, Mosambik, Simbabwe, Botswana, Zambia, Malawi, Tansania und Kenia. 8 Monate und tausende von Kilometern später ging es dann wieder zurück nach Deutschland.

Wohin ging Deine bisher längste Reise und wie lange warst Du unterwegs?
Meine bisher längste Reise habe ich im Dezember 2007 in Argentinien angefangen. Bin also in den letzten zehn Monaten per Motorrad durch Argentinien, Chile, Brasilien, Bolivien, Peru, Ecuador und Kolumbien gereist.
Der Plan ist weiter durch Zentralamerika bis nach Kanada zu fahren. Wie lange noch? Das Geld sollte noch ein paar Monate reichen. Dann heisst es ... arbeiten! Ob irgendwo in Kanada oder zurück in Deutschland wird sich noch zeigen!

Was war Dein positivstes Reise-Erlebnis und wo hast Du es erlebt?
Kann ich nicht sagen. Meiner Erfahrung nach sind die Erlebnisse in denen ich Probleme mit meinem Motorrad hatte (im Nachhinein) die eindrücklichsten und besten.
Dadurch habe ich nette und hilfreiche Menschen getroffen, die selbstlos geholfen haben. Sowohl in Afrika, als auch in Südamerika bin ich oft zu den Familien eingeladen worden und konnte solange bleiben, bis das Moped wieder fahrbereit war. Einmal in Tansania wurde das Wohnzimmer soweit ausgeräumt, dass ich und mein Motorrad reinpassten und nur mit Mühe konnte ich meine Gastgeber davon abhalten in den Schuppen zu ziehen, damit ich ihr Schlafzimmer haben kann. Diese Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft von Menschen, die fast nichts haben, sind die Erlebnisse an die ich am meisten zurückdenke.

Was war Dein negativstes Reise-Erlebnis und wo hast Du es erlebt?
Eine Ohrinfektion in Tansania, die falsch behandelt wurde, sodass ich letzendlich in Kenia angekommen, tagelang mit Fieber zu kämpfen hatte. Es ging mir echt elend. In solchen Zeiten will glaube ich jeder von Familie oder Freunden umgeben sein oder zumindest die Gewissheit haben, eine gute medizinische Versorgung zu haben.

Warst Du unterwegs schon einmal ernsthaft in Gefahr (Wenn ja, was war passiert)?
Auf all meinen Reisen hatte ich bisher nie das Gefühl in Gefahr zu sein! Zwar bin ich in Winhoek mal ausgeraubt worden, aber die Diebe waren dabei eher nett und trickreich. Zwei haben mich händeschüttelnderweise mit Fragen bombardiert und der dritte meine Geldbörse aus der Tasche gezogen. Dumm gelaufen, aber eigentlich nicht gefährlich.


Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann empfehlen Sie ihn weiter oder setzen Sie ein Lesezeichen: Bookmark and Share