Sehenswürdigkeiten in Mexiko-City



Rund 25 Millionen Einwohner, etwa jeder fünfte Mexikaner, leben in Mexiko-City. Dass es hier eine Menge Sehenswertes zu entdecken gibt, kann sich jeder vorstellen.

Viel Sehenswertes in Mexico-City

Der Nationalpalast liegt direkt am Hauptplatz der Stadt, dem Zócalo. Eigentlich heißt dieser Platz Plaza de la Constitución (Verfassungsplatz). Mit seinen 220 m x 240 m ist er nicht nur der größte, sondern auch der älteste Stadtplatz Amerikas. Seine Ausmaße sind wirklich gewaltig, genauso wie der riesige Fahnenmast mit der enorm großen Nationalflagge Mexikos in seiner Mitte. Dieser Platz dient nicht nur Repräsentationszwecken oder teilweise als Marktplatz, hier gibt es auch täglich Versammlungen von Demonstranten mit den verschiedensten Anliegen. Zusätzlich zum Autoverkehr schallen dann noch Trillerpfeifen und Megaphone über den Platz.

Nationalpalast am Zócalo in Mexiko-Stadt - nur eine der vielen Sehens
Foto: ©Yeome

Ruhe und Besinnlichkeit findet man in der Kathedrale und der Sagrario Kirche, die auch beide am Zócalo liegen. Vom Lärm und der Hektik, die draußen herrschen, ist hier nichts zu hören und zu spüren.

Wallfahrtskirche Basílica de Nuestra Senora de Guadelupe

Dass die Mexikaner sehr religiös sind, zeigt sich beim Besuch der Basílica de Nuestra Senora de Guadelupe. Zu dieser Wallfahrtskirche pilgern jährlich Millionen von Mexikanern. Den Weg zu dem riesigen Kirchenkomplex säumen unzählige Händler mit ihren Straßenständen. Ihr Sortiment besteht aus den verschiedensten Devotionalien: Rosenkränze, Heiligenbilder - allen voran natürlich der Heiligen Jungfrau von Guadelupe - und Votivkerzen in allen Farben und Formen.

Verehrt wird hier ein Abbild der Jungfrau Maria, das auf dem Mantel eines indianischen Schafhirten erschienen sein soll, nachdem er diese selbst mehrmals auf einem Hügel in unmmitelbarer Nähe gesehen hatte. Der Mantel mit dem Abbild wird heute in der Basílica Nueva aufbewahrt, einer von mehreren Kirchen und Kapellen auf dem Gelände.

Ungewöhnlich ist, dass man als Besucher oder Pilger auf einem Rollband, das unterhalb des eigentlichen Kirchenbodens verläuft, unter dem Bild "vorbeifährt". So kann es vor dem Bildnis - trotz des immer großen Andrangs - nicht zum "Stau" kommen und die Gläubigen werden während des Gottendienstes nicht durch die Pilger- und Besucherscharen gestört. Beeindruckend sind die vielen Mexikaner aller Altersgruppen, die den Weg vom großen Platz am Eingang des Geländes bis zum Marienbild über Kopfsteinpflaster und Asphalt auf den Knien rutschend und betend zurücklegen.

Panoramablick vom Torre Latinoamericana

Der Torre Latinoamericana mit seinen 44 Stockwerken hat glücklicherweise einen Aufzug. Bei klarer Sicht - was eher selten ist - hat man von der Aussichtsplattform einen beeindruckenden Ausblick auf das schier endlose Häusermeer. In den Straßen um den Turm herum reihen sich - abgesehen von den eigentlichen Geschäften - auf den Bürgersteigen auch wieder die Stände der verschiedensten fliegenden Händler aneinander. Weiterkommen ist nur im Schneckentempo oder im Zickzackkurs möglich. Selbst wenn man bedenkt, dass Mexiko-City eine Millionenstadt ist, fragt man sich, wer alle diese Uhren, Sonnenbrillen oder CDs kaufen soll.

Unweit des Torre Latinoamericana kurz hinter dem Palacio de Bellas Artes liegt der Alameda-Park, der einen Besuch wert ist. Einst war er ein aztekischer Marktplatz, später ein Schauplatz der spanischen Inquisition. Heute tummeln sich neben Touristen jede Menge Einwohner Mexiko-Citys aller Altersklassen im Park und suchen Ruhe abseits der Großstadt-Hektik.

Anthropologisches Museum

Ein fester Bestandteil des Besuchsprogramms in der Stadt ist natürlich das weltberühmte Anthropologische Museum mit seinen Schätzen vor allem aus der Azteken- und Maya-Epoche. Auf dem Gelände vor dem Eingang kann man den Voladores zusehen, den sogenannten Vogelmenschen. Von einem Mast, auf dem ein Mann mit Flöte und Trommel sitzt, lassen sie sich kopfüber nach unten gleiten. Sie sind an einem ihrer Knöchel mit einem Seil an einem Holzrahmen festgebunden. Dieser Holzrahmen beginnt sich zur Musik von Flöte und Trommel langsam zu drehen und mit jeder Umdrehung seilen sich die Voladores ein Stück weiter nach unten ab, bevor sie sich kurz über dem Boden wieder aufrichten. Dieser Brauch geht auf eine Zeremonie der Totonaken zurück.

Ein Rundgang durch das Museum dauert mehrere Stunden, selbst wenn man die Säle nur durchstreift und sich auf die nähere Betrachtung der wichtigsten bzw. berühmtesten Exponate beschränkt, wie dem Piedra del Sol, dem Stein der 5. Sonne, der auch gerne als Kalenderstein bezeichnet wird.

Nach dem doch recht anstrengenden Museumsbesuch kann man sich im Park Bosque de Chapultepec erholen. Das Anthropologische Museum befindet sich nämlich in diesem größten Park von Mexiko-City, aber auch noch weitere Museen und der Zoo. Ein Zoobesuch in Mexiko ist sehr empfehlenswert, sei es nun in Mexiko-City (Eintritt kostenlos) oder anderswo im Land.

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