Preisbewusst Urlaub machen: so vermeiden Sie teure Kostenfallen
Erfahrungsgemäß schaut während einer Urlaubsreise niemand so genau auf den Euro. Das Geld sitzt locker in der Tasche und am Ende des Urlaubs kommt das böse Erwachen. Das geplante Reisebudget wurde gesprengt und das Konto ist maßlos überzogen. Aber es geht auch anders. Wie, das zeigen die nachfolgenden Tipps für preisbewusstes Reisen auf individuell gebuchten Touren.
Während man die Buchungskosten für die Reise (z.B. Flug, Mietwagen, erstes Hotel) durch Nutzung von Sonderangeboten, Frühbuchervorteilen und durch Empfehlungen von Preissuchmaschinen im Zaum gehalten hat, werden die Kosten während der Reise häufig unterschätzt. Ausgaben für Transfers, Übernachtungen, Mahlzeiten, Eintritte und Souvenirs belasten die Reisekasse in erheblichem Maße.
Um das zu vermeiden ist eine detaillierte Planung nötig. Dazu ist es erforderlich, dass man sich mit dem Reiseziel und seinen Besonderheiten vor der Reise beschäftigt.
Handelt es sich beim Reiseziel z.B. um eine Insel, sind die Lebenshaltungskosten erfahrungsgemäß höher als auf dem Festland, weil der Warentransport von auf der Insel nicht erhältlichen Artikeln sehr kostspielig sein kann und natürlich auf den Verkaufspreis der Ware aufgeschlagen wird. Bei Inselaufenthalten sollten die Lebenshaltungskosten also etwas großzügiger geplant werden. Je kleiner die Insel ist desto höher sind die Kosten.
Die Reisezeit spielt bei den Kosten natürlich eine wichtige Rolle. Reisende ohne schulpflichtige Kinder sind hierbei besser gestellt, denn sie können alle Preisvorteile von Vor- oder Nachsaison ausnutzen. Für Familien, die während der Schulferien reisen müssen, bleibt nur die Hoffnung auf einen Flughafen eines anderen Bundeslandes auszuweichen bei dem die Schulferien zum Abreisezeitpunkt noch nicht begonnen haben. Hierbei lassen sich oft einige hundert Euros sparen.
Hotelübernachtung
Die Übernachtungskosten auf der Rundreise lassen sich pauschal eingrenzen, indem man sich eine Höchstgrenze pro Übernachtung setzt. Wird diese Budget-Grenze von einem Hotel übertroffen, fährt man einfach zum nächsten. Wird die Grenze unterschritten, darf es hingegen beim nächsten Hotel ruhig ein bisschen teurer werden ohne dass das Budget überschritten wird.
Sollte im Anschluss an eine individuell durchgeführte Rundreise zum Abschluss ein kurzer Badeaufenthalt geplant sein, empfiehlt es sich die Unterkunft im Vorfeld zu buchen. Damit ist einerseits sichergestellt, dass man keine erhöhten Preise mit örtlichen Saisonzuschlägen bezahlt und andererseits vermeidet man Stress bei der Suche nach freien Zimmern. Je nach Urlaubsgebiet ist es außerdem ratsam diese Unterkunft all inclusive zu buchen, weil dies unterm Strich meistens die günstigere Variante ist.
Eine Alternative zu Hotels bieten oft Ferienwohnungen. Eine Ferienwohnung in Kroatien kann zum Beispiel wesentlich günstiger sein als ein Hotel.
Verpflegung: Essen und Trinken
In touristisch gut erschlossenen Gebieten sind die Kosten fürs Essen und Trinken höher als in weniger bekannten Gebieten. Jeder, der z.B. schon einmal in einem abgelegenen Bergdorf oder unterwegs in einem kleinen Dorf abseits der Touristenpfade in eine Gaststätte eingekehrt ist, wird das sicher bestätigen. Oft sind es gerade diese Orte, die dauerhaft als besondere Urlaubserinnerung an Gastfreundschaft abgespeichert bleiben. Hinzu kommt, dass Qualität und Menge der aufgetischten Speisen in keinem Vergleich zur Massenabfertigung in Touristengebieten stehen. Während einer mehrwöchigen Rundreise lassen sich auch damit einige hundert Euro sparen.
Wenn man am Abend nach dem Essen noch gerne auf der zimmereigenen Terrasse oder dem Balkon sitzt, um den Sonnenuntergang zu bestaunen oder die Stimmung zu genießen, gönnt man sich oft gerne ein Glas Wein oder einen kleinen Snack. An der Hotelbar bekommt man den gleichen Wein oder Snack zu einem Vielfachen dessen, was er im Supermarkt kostet. Gleiches gilt für Getränke unterwegs. Einzukehren, um etwas zu trinken, kostet unnötig Zeit und ist außerdem viel teurer als wenn man sich im Supermarkt mit einer Batterie von Wasserflaschen eindeckt. Wer eiskalte Getränke vorzieht, kann sie unmittelbar vor dem Trinken aus den Kühlschränken eines Supermarktes entnehmen. Die Trinkpause kann man nutzen und weitere Supermarkteinkäufe erledigen.
Sehenswürdigkeiten und Souvenirs
Die Ausgaben für den Eintritt zu Sehenswürdigkeiten sind oft ein nicht unbeachtlicher Posten. Zur Planung dieser Ausgaben erstellt man sich eine Liste der Sehenswürdigkeiten, Nationalparks, o.ä., die man sich ansehen möchte. Auf der Homepage der jeweiligen Attraktion ist meistens der Eintrittpreis zu finden. Oft findet man dort auch Hinweise auf Aktionsangebote oder sonstige Ermäßigungen. Nach Übertrag der Preise in die Liste wird sich am Ende ein stattliches Sümmchen ergeben.
Ein weiterer Kostenfaktor, der eingeplant werden muss, ist der Kauf von Souvenirs. Jedes Reiseziel bietet – oft schon im Duty-Free-Verkauf bei der Anreise - besondere Einkaufsgüter an. Die Auswahl reicht von Kunstgewerbe über Kleidung und Elektronikartikel bis hin zu Schmuck und Parfüm. Dabei sind die Vergünstigungen oft so groß, dass man geneigt ist, sich eine zusätzliche Reisetasche oder einen Koffer vor Ort zu kaufen, um alles nach Hause transportieren zu können. Das einzige, was dabei nicht vergessen werden darf, sind die Einfuhrbestimmungen. Denn wenn bei einer Kontrolle auffällt, dass z.B. von den mitgebrachten kubanischen Zigarrenkisten nur die Hälfte zollfrei ist, macht der Strafzoll für den Rest vielleicht den gesamten Preisvorteil zunichte.
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