Entlang der Panoramastraße des Cañón del Sumidero nach San Cristóbal de las Casas
Am nächsten Morgen geht es dann weiter in Richtung San Cristóbal de las Casas. Diese Etappe ist nur 85 km lang und daher bietet es sich an, einen „Umweg“ einzuplanen, um die Panoramastraße des Cañón del Sumidero entlangzufahren.
Sie verläuft im Nationalpark direkt am Rand der Schlucht und von ihr bzw. den verschiedenen Aussichtspunkten (miradores) aus hat man einen atemberaubenden Blick in die Tiefe. Die Wege, die von den Parkplätzen zu den Aussichtspunkten führen, sind sehr schön angelegt, und da hier nur wenige Leute unterwegs sind, fühlt man sich wirklich wie im tiefsten Dschungel. Am Ende der Panoramastraße gibt es eine Cafeteria mit kleinem Andenkenladen, von der aus man dann frisch gestärkt den Rückweg und die Weiterfahrt nach San Cristóbal de las Casas antreten kann.
San Cristóbal de las Casas
Wenn man dort am Nachmittag ankommt, hat man noch ausreichend Zeit, sich ein Hotel zu suchen. Von denen gibt es in San Cristóbal de las Casas eine ganze Menge, denn die Stadt ist bei Mexiko-Reisenden sehr beliebt. Sie liegt in 2100 m Höhe in einem mit Pinien bewachsenen Hochtal. Es herrscht hier eine besondere Atmosphäre, was sicher auch an den vielen gut erhaltenen Gebäuden aus der Kolonialzeit liegt. Hier stören keine modernen Hochhäuser das Stadtbild und es gibt sogar eine kleine Fußgängerzone. Was einem gleich auffällt, wenn man die Stadt zu Fuß erkundet, sind die extrem hohen Bordsteine an den Straßen. Das ist mehr ein Steigen als ein Gehen. Wenn man dann aber einen der für die Regenzeit im Sommer so typischen Schauer miterlebt hat, versteht man sofort, warum die Bürgersteige so hoch gebaut wurden: für einige Zeit strömt das Wasser wie ein reißender Fluss durch den Rinnstein.
Der Markt von San Cristóbal de las Casas
Bekannt ist San Cristóbal de las Casas auch für seinen großen, täglich stattfindenden Markt, den Mercado Municipal. Hier gibt es nicht nur Lebensmittel zu kaufen, sondern auch kunsthandwerkliche und handgearbeitete Erzeugnisse in Hülle und Fülle: von Holzfiguren und -masken über Ledertaschen und Rucksäcke, Tischdecken und -läufer bis zu Blusen und Jacken im Folklore-Look oder Schmuck. Hier geht man bestimmt nicht mit leeren Händen bzw. ohne Tragetasche wieder weg. Und so geballt und in solch einer Auswahl findet man dieses Angebot nirgends sonst auf dem beschriebenen Reiseweg.
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