Marokkanische Eskorte
Wenn man in die Städte hineinfährt und sich dem historischen Zentrum mit seinen Sehenswürdigkeiten nähert, muss man damit rechnen, ziemlich bald von einem knatternden Motorroller eskortiert zu werden.
Der Fahrer, meist ein freundlich winkender älterer Herr, wird an der nächsten roten Ampel versuchen, mit dem Fahrer des Wagens oder dem Beifahrer ein Gespräch anzufangen.
Und mit ihrem geschulten Blick wissen diese Leute auch meist sofort, in welcher Sprache sie einen anreden müssen. Sie bieten dann ihre Dienste beim Finden eines Hotels an oder aber als Fremdenführer bei der Stadtbesichtigung. Von der Mitteilung, dass man ihre Hilfe nicht benötigt, weil einem der Reiseführer in Buchform als Orientierungshilfe genügt, lassen sich diese freundlich lächelnden Herren natürlich nicht entmutigen. Sie knattern trotzdem wild gestikulierend neben oder vor einem her in der Hoffnung, dass man seine Meinung (aufgrund ihrer Hartnäckigkeit) doch noch ändert. Selbst wenn man nach einem plötzlichen Abbiegemanöver glaubt, den Motorroller abgehängt zu haben, taucht das Gefährt schon bald wieder im Rückspiegel auf. Irgendwann haben sie dann aber das nächste Touristenfahrzeug erspäht und nehmen dessen Verfolgung auf. Wie schon gesagt, die Marokkaner sind halt überaus geschäftstüchtig.
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