Geschichte Marokkos



Berber besiedelten schon im 2. Jahrtausend vor Christus das heutige Marokko. Die Phönizier entdeckten, etwa ab dem 12. Jahrhundert vor Christus, den Wert der Küstenregionen für den Handel und ließen sich nieder.

Mehrere Berber-Stämme bildeten, vermutlich bereits im 4. Jahrhundert vor Christus, das Königreich Mauretanien. Mit dem Dritten Punischen Krieg (146 vor Christus) nahmen die Römer Mauretanien und die phönizischen Handelsniederlassungen ein. Nach einer kurzen Zeit unter den Vandalen, nahmen die Römer unter Justinian I. auch Ceuta und Tanger ein. Die Araber begannen um 700 mit der marokkanischen Islamisierung. Die Berber setzten 711 unter der Führung von Tariq ibn Ziyad von Ceuta aus nach Spanien über. Die Landung erfolgte am 'Felsen des Tarik' – dem Fels von Gibraltar. 789 wurde die Hauptstadt Fès gegründet, bis zum Ende des 10. Jahrhunderts befand sich in dieser Region das islamische Zentrum von Nordafrika. Von 1062 bis 1147 herrschten in Marokko die Almoraviden, welche die Hauptstadt nach Marrakesch verlegten. Anfang des 16. Jahrhundert wurden entlang der marokkanischen Küste spanische und portugiesische Stützpunkte errichtet. Etwa um 1670 kam Marokko unter die Macht der bis heute herrschenden Dynastie der Alawiden. Die USA erkannten Marokko bereits 1777 als erstes Land offiziell an, somit ist dies der längste Freundschaftsvertrag zwischen den USA und einem anderen Staat. 1956 wurde Marokko, bis auf die Enklaven Ceuta, Melilla und Sidi Ifni, vollkommen Unabhängig von Frankreich und Spanien. Bis heute ist die territoriale Zugehörigkeit einiger Regionen jedoch nicht restlos geklärt.

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