Ein Geheimtipp auf dem Weg nach Uxmal



Am folgenden Tag geht es dann weiter nach Uxmal. Hier bieten sich nun mehrere Möglichkeiten an: Entweder man fährt die ca.190 km lange Strecke zwischen beiden Orten ohne Zwischenstopp oder man macht zwischendurch einen kleinen Umweg, auf dem man noch mehrere kleine, aber deswegen nicht minder interessante Maya-Stätten besichtigen kann. Es sind dies die Ruinen von Sayil, Xlapak, Labná und Kabáh.

Die Torbögen von Labnà und Kabàh

Das hört sich nach ziemlich viel Steinen, Klettern und Schwitzen an, da diese Stätten aber alle relativ klein sind, hält sich die Anstrengung in Grenzen. Ihren Reiz beziehen sie zum einen aus der Tatsache, dass auch sie sehr sehenswerte Bauwerke aufweisen, wie den wunderschönen Torbogen von Labná oder auch den von Kabáh; zum anderen daraus, dass sie nur von wenigen Reisenden besucht werden und somit als Geheimtipp gelten können.

Hier gibt es keine Reisebusse, die Ströme von Touristen ausspucken, die dann plappernd und lärmend mehr oder weniger interessiert im Schnelldurchlauf die Besichtigung hinter sich bringen. Hier ist man fast allein und kann die besondere Atmosphäre der Orte viel besser in sich aufnehmen.

Geheimtipp Labná - Vom Parkplatz der Anlage aus erreicht man nach Durchqueren eines Wäldchens eine riesige Grasfläche auf der Leguane in der Sonne dösen.
Foto: ©Yeome

Der Torbogen von Labná - Der Arco de Labná ist ca 6 Meter hoch und gilt als der schönste Maya-Bogen.
Foto: ©Yeome

Außerdem kann man hier auch Bekanntschaft mit den heutigen "Bewohnern" dieser Ruinen machen: kreischende, bunte Vögel, Eidechsen aller Art, Leguane von stattlicher Größe, die plötzlich vor einem auf einem Stein sitzen, und natürlich auch Schlangen.

Aber wie gesagt: Wem die Besichtigung der wichtigsten und bekanntesten archäologischen Stätten genügt und der vielleicht auch schon Edzná angesehen hat, der kann diese Stätten auch "auslassen" - oder sich auf Kabáh beschränken, denn die Autostraße führt durch diese Anlage praktisch hindurch.

Die Grotten von Loltun

Für diejenigen, die mehr Lust auf Natur als auf alte Steine haben, bietet sich noch eine dritte Möglichkeit an, nämlich auf diesem Umweg die Grotten von Loltun zu besichtigen, die größten Höhlen Nordyucatáns, die ebenfalls an dieser Straße liegen. Die Führung durch die Höhlen dauert ungefähr eine Stunde. Auch wenn man die Anmerkungen des Führers nicht oder nur teilweise versteht, ist der Weg durch die geheimnisvoll ausgeleuchteten Kammern und Hallen sehr beeindruckend. Auf feste Schuhe sollte man achten, da der Boden teilweise sehr rutschig ist.


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